Jugend ohne
Gott

Jugend ohne
Gott

Stückeinführung um 18.45 Uhr im Kunstkreis

Deutschland, Mitte der 1930er Jahre. Ein Gymnasiallehrer muss seine Schüler unter Verleugnung seiner humanistischen Ideale „moralisch zum Krieg“ erziehen. Dabei erschreckt ihn, wie problemlos sich die Jugendlichen mit dem neuen System arrangieren, und schließlich muss er für sich eine existenzielle Entscheidung treffen: Den Weg der Anpassung und des Duckens weitergehen oder aber das Schweigen brechen und damit das eigene Leben gefährden.

In seinem Roman von 1937 zeichnet Ödon von Horváth ein erschütterndes Bild seiner Zeit, das derzeit von beklemmender Aktualität ist: In einer zunehmend kalten, ichbezogenen und populistischen Gesellschaft wächst zum Teil eine Jugend heran, für die humanistische Ideale kaum noch gelten. Und auch die Fragen nach Verantwortung, Moral und Zivilcourage stellen sich aktuell ähnlich drängend wie in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Schauspiel nach dem Roman

von Ödön von Horváth

Inszenierung: Alice Asper

Theater für Niedersachsen, Hildesheim

Montags-Abo und freier Verkauf

Pressestimmen:

„[…] ein Zukunftsszenario, das gar nicht so weit entfernt ist von unserer Höher-Schneller-Weiter-Gesellschaft und einer Jugend, die die Welt auf Instagram und Facebook sucht. Insofern zeigt die Regisseurin bei ihrer Bühnenfassung des Romans ‚Jugend ohne Gott‘ für das TfN Gespür für aktuelle Tendenzen. […]  Asper arbeitet konzentriert die Konkurrenz unter den jugendlich ungestümen Schülern und Schülerinnen, die spannungsgeladene Gruppendynamik und das Denunziantenmilieu unter den Lehrern heraus. Gelungen auch die Einbeziehung des Publikums, das auf den Podesten wie auf Klassenbänken ganz nah dran am Geschehen sitzt. […] Wer überzeugt, sind die Ensemblemitglieder. Großartig Jonas Kling, Jonas Nowack und Emma  Henrici als eher verspielte denn verrohte Schüler, Martin Schwartengräber und Dennis Habermehl als unangepasste Lehrer. Facettenreich auch Michaela Allendorf und Simone Mende in verschiedenen Rollen.“

(Hildesheimer Zeitung vom 09.09.2019)

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